7. April 2026

Hella strebt mit Fließfertigung neues Wachstum in 2026 an

Ein Meilenstein in der operativen Optimierung ist die Umstellung auf Fließfertigung am deutschen Standort Werne ab April 2026. Foto: Hella Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH

Hella blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Jahresumsatz von rund 173 Millionen Euro ist das Ergebnis von tiefgreifenden strategischen Entscheidungen, die zu Konsolidierungen in Marktbearbeitung und der internationalen Vertriebsstrategie geführt haben. Mit Investitionen in neue Produkte, Nachhaltigkeit und die Optimierung der Produktionsstandorte stellt Hella die Weichen für neues Wachstum.

Das vergangene Jahr war für die Baubranche und ihre Zulieferer geprägt von einem verhaltenen Marktumfeld, welches nach zwei Jahren im ersten Quartal 2026 in der Talsohle erst langsam wieder Schwung aufnimmt. Für Hella war die Umsatzentwicklung jedoch auch das Ergebnis tiefgreifender unternehmerischer Entscheidungen. Im Rahmen einer Material- und Sortimentsfokussierung wurde die Produktion von Produkten für Kundensegmente mit geringen Margen beendet.

Der inzwischen eingestellte Betrieb am Produktionsstandort Duisburg hat im Jahr 2024 noch rund 20 Millionen Euro zum Gesamtumsatz beigetragen. Dieser Teilbereich bestand aus Systemwaren, Komponenten und Aufsatzkästen, welche an die internationale Kunststoff-Fensterindustrie geliefert wurden. „Die Entscheidungen 2025 waren alternativlos und eine logische Konsequenz unserer strategischen Organisationsentwicklung. Der niedrigste Umsatz der jüngeren Unternehmensgeschichte muss in Kauf genommen werden, um neues Wachstum zu ermöglichen“, so Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der Hella Gruppe.

Die Kompensation durch andere Vertriebskanäle, Zielgruppen und Produkte ist angelaufen, schlägt sich jedoch noch nicht in vollem Umfang in den aktuellen Zahlen nieder. Das Geschäftsjahr 2025 fungierte als notwendiges Übergangsjahr der Konsolidierung.

Investitionen in die Zukunft

Trotz der aktuellen Marktlage setzt Hella auf Investitionen in Produktion und Infrastruktur. Ein zentraler Pfeiler dieser Strategie ist die Fokussierung auf den Wachstumsmarkt Outdoor Living. Marktprognosen stützen diesen Kurs: Während die Baubranche weiterhin vor Herausforderungen steht, wird für den Bereich des zusätzlichen Wohnraums im Freien eine Steigerung zwischen vier und 13 Prozent (Studie Imarc und MarketGrowthReports) prognostiziert. Hella positioniert sich als Premiumhersteller gezielt in diesem Wachstumssegment.

Effizienzsprung durch Fließfertigung

Ein Meilenstein in der operativen Optimierung beim Hersteller für Sonnen-, Licht- und Wetterschutzsysteme ist aktuell die Umstellung auf Fließfertigung am deutschen Standort Werne. Durch diese Art der industriellen Produktionsweise werden Durchlaufzeiten massiv reduziert und kürzere Einarbeitungszeiten für neue Mitarbeitende sichergestellt. Die Basis dafür wurde bereits im Dezember 2025 durch die Anmietung zusätzlicher Fertigungshallen geschaffen.

Die Produktions- und Logistikfläche wurde dabei um knapp 35 Prozent erweitert bei einer Investitionssumme von rund einer Million Euro. Der Umbau bei laufendem Betrieb sicherte nicht nur zusätzliche Kapazitäten für Terrassendächer und Senkrecht-Markisen, sondern ermöglicht durch eine optimierte logistische Anbindung auch eine deutlich beschleunigte Auslieferung.

Auf die Homepage von Hella geht es hier entlang.

 

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