24. Juli 2026

„Der Zuspruch gibt uns Recht, dass wir auf dem richtigen Weg sind“

bauelemente bau im Gespräch mit Björn Schröder und Marc Nickel, Veranstalter des NFF Nordtreff Fenster Fassade

Marc Nickel (l.) und Björn Schröder. Foto: bauelemente bau

Am 11. September 2026 findet der NFF Nordtreff Fenster Fassade bereits zum dritten Mal statt. In der Branche erfreut sich die Veranstaltung im Norden Deutschlands zunehmend an Beliebtheit. Grund genug, kurz vor der dritten Ausgabe des NFF mit den beiden Initiatoren und Veranstaltern zu sprechen. Björn Schröder ist Geschäftsführer der Farben Schröder GmbH sowie der Jürgen Schröder GmbH in Brockel, wo der NFF auch seine Heimat hat, Marc Nickel verantwortet bei der Stadur GmbH & Co. KG aus Hammah den Gesamtvertrieb des Bereiches Bau.

Mit welchen Zielen haben Sie den NFF ursprünglich ins Leben gerufen – und wurden diese bislang erreicht?

Marc Nickel: Ja! Punkt. Nein, ernsthaft… Auf vergangenen Veranstaltungen gab es viele Stimmen, die meinten, es müsse doch mal etwas im Norden Deutschlands für die Branche geben. Dann haben wir uns – quasi in einer abgespeckten Bierlaune – zusammengesetzt und beraten, was man machen könnte. Björn hatte seit jeher bei sich am Standort in Brockel die Oberflächentage veranstaltet. In der Runde habe ich gesagt: „Björn, wir machen das jetzt bei dir!“. Wir haben die Idee einen Tag sacken lassen und am nächsten Tag das Konzept weitergesponnen mit dem Gedanken: „Eigentlich müsste das so funktionieren.“ Daraufhin haben wir Partner eingeladen, von denen wir der Ansicht waren, dass diese gut zu uns und dem Konzept passen würden. 13 Firmen wurden zunächst angeschrieben beziehungsweise eingeladen, davon haben 13 Stück sofort zugesagt. Das war der Startschuss: Einfach ins Blaue hinaus. Nach dem ersten NFF haben wir so viele positive Rückläufer und Rückenwind bekommen, da war klar: Das machen wir weiter! Kritikpunkte haben wir angenommen, umgesetzt und damit unser Spektrum erweitert. Der Zuspruch gibt uns Recht, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Björn Schröder: Wir hatten fürs erste Mal für alle etwas dabei. Bei den 13 ersten Firmen fehlte uns aber noch ein Kunststoff-Profil-Hersteller. Beim VFF Jahreskongress in Hamburg haben wir Frank Eigenrauch von profine getroffen, der auch sofort mitmachen wollte. Somit standen 14 Partnerfirmen aus verschiedenen Branchen für den ersten NFF. Wir sind von einigen aus der Branche erst belächelt worden. Doch der erste NFF hatte unsere kühnsten Erwartungen übertroffen, das Echo war unerwartet groß. Wir wollten einfach für den Norden etwas machen, da die großen Veranstaltungen mit der Fensterbau Frontale und den Rosenheimer Fenstertagen im Süden sind.

Wie hat sich die Veranstaltung inhaltlich und hinsichtlich der Aussteller- beziehungsweise Teilnehmerstruktur verändert?

Nickel: Von der Anzahl der Teilnehmenden sind wir bei 200 Gästen. Dabei wird es auch bleiben, weil der Platz für mehr nicht vorhanden ist und weil sich auch die Auflagen ändern würden. Die Anzahl der Aussteller haben wir erhöht und den Platz mit 31 Ausstellern bis zum Maximum ausgereizt. Beim den ersten beiden NFFs lag die Verarbeiter-Quote bei 50 Prozent, also ein sehr gutes Verhältnis zwischen Industrie und Herstellern. Wie bei den größeren Veranstaltungen auch ist bei uns die Industrie aufmerksamer geworden und wir bekommen von dieser Seite verstärkt Anfragen. Aber alles in allem soll es ein guter Mix bleiben und für alle aus der Branche etwas dabei sein, materialunabhängig und egal ob Verarbeiter oder Lieferant.

Schröder: Für so eine kleine Veranstaltung sind 31 Aussteller schon eine Riesennummer. Wobei man dazu sagen muss, dass ich mit der Jürgen Schröder GmbH der 31ste Aussteller bin. Dies gibt den Gästen des NFF die Möglichkeit, die gesamte Produktion der Lackierung zu sehen. Hier werden auch einige Produkte von unseren anderen Ausstellern live in der Anwendung vorgeführt.

Welche Themen werden den kommenden NFF besonders prägen?

Schröder: Wir haben zwei Vorträge geplant. Zunächst wird Mark T. Hofmann über Cybersecurity sprechen. Ein Thema, das aktuell ist, aber gerade in Unternehmen gerne unterschätzt wird. Danach wird Frank Lange vom VFF etwas über die Wirtschaftszahlen erzählen. Beim NFF stellen wir aber definitiv die Praxis in den Vordergrund. Durch die Vielzahl der Aussteller wird es viele Produkte zu sehen geben, die live in der Anwendung gezeigt werden. Das ist das Wichtigste beim NFF.

Nickel: Für unser Verständnis darf kein Gast da sein, der am Ende sagt: „Für mich ist gar nichts dabei gewesen.“

Was unterscheidet den NFF aus Ihrer Sicht von anderen Branchenevents und Fachveranstaltungen?

Beide lachend: Der Eintritt ist kostenlos!

Nickel: Man kann uns nicht mit anderen Veranstaltungen vergleichen. Wir stehen überhaupt nicht im Wettbewerb oder in Konkurrenz und wollen auch niemandem etwas wegnehmen, da unser Konzept völlig anders ist als bei anderen Veranstaltungen. Wir sind kein Verband und wir sind kein Privatunternehmen. Wir machen den NFF von Handwerkern für Handwerker. Das mag ein wenig hemdsärmelig klingen, ist aber tatsächlich das Erfolgsgeheimnis und das kommt gut an.

Schröder: Wie Marc schon sagt: Wir bekommen hin und wieder den Vorwurf, dass wir Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen machen. Das ist nicht richtig, da wir ein ganz anderes Konzept haben und die Praxis und das Familiäre stehen im Vordergrund. Wir beide machen das ehrenamtlich, die Kosten der Veranstaltung werden durch alle Firmen geteilt und der Besucher profitiert davon.

Warum sollten sich Fachbetriebe, Verarbeiter, Planer und Industriepartner den NFF fest im Kalender vormerken?

Nickel: Der NFF ist etwas Besonderes, es lohnt sich für alle, sich das mal anzuschauen. Es gibt ein kleines, tolles Rahmenprogramm und Themen für jeden aus der Branche. Und nicht zu vergessen: Es gibt eine hervorragende Verköstigung! Alleine dafür lohnt es sich, einen Tag nach Brockel zu kommen.

Schröder: Der NFF ist eine familiäre, sehr persönliche und nicht überkandidelte Veranstaltung im Norden. Wir haben viel Praxis vor Ort, man kann sich viel anschauen. Wir haben im Norden eine Messe geschaffen, die mit kleinen Mitteln für jede und jeden etwas bietet.

Das vollständige Interview mit Björn Schröder und Marc Nickel lesen Sie in der kommenden Ausgabe von bauelemente bau auf den Seiten 24 und 25.

Mehr zum NFF finden Sie über diesen Link.

 

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